Glocken läuten zur Andacht für Flutopfer

Karlsruhe/Stuttgart. Die beiden evangelischen Landeskirchen in Baden-Württemberg rufen ihre Gemeinden dazu auf, am Freitag (23.7.) um 18 Uhr in einer Andacht der Opfer der Flutkatastrophe zu gedenken und dazu die Glocken läuten zu lassen. Sie beteiligen sich damit an einem Aufruf der Evangelischen Kirche im Rheinland aus Anlass der Flutkatastrophe in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz.

In dem Aufruf der rheinischen Landeskirche heißt es: „Die verheerende Flutkatastrophe hat sehr viele Menschen in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz getroffen. Die Aufräumarbeiten haben erst begonnen. Menschen sind gestorben oder werden noch vermisst. Häuser wurden weggeschwemmt, Existenzen zerstört. Wir rufen alle Gemeinden und Einrichtungen dazu auf, am Freitag, den 23. Juli 2021, um 18 Uhr ihre Glocken zu läuten und dazu eine Andacht zu feiern. In Zeiten großer Not, wenn unsere menschlichen Möglichkeiten an ihre Grenzen kommen, ist dies das, was wir als Kirche tun können.“

Die rheinische Landeskirche hat unter #unwetterklage einen digitalen Klageraum und unter https://news.ekir.de/gesuche-und-hilfsangebote-fuer-hochwasseropfer/ eine Hilfe-Börse eingerichtet und ist im Rahmen der Notfall-Seelsorge und mit anderen Engagierten in den Gemeinden vor Ort präsent.
 

  

Dr. Daniel Meier

Ehemaliger Pressesprecher der Landeskirche (2012-2023)



Gebet für die Menschen in den Überschwemmungsgebieten

Gott, du bist die Quelle des Lebens.
Du hast uns zugesagt,
auf allen unseren Wegen bei uns zu sein
und deine Hand über uns zu halten.
Doch wir erleben, wie zerstörerisch die Natur sein kann.
Wie ein Virus unser Leben grundlegend verändert,
wie Bäche und Flüsse, die das Land fruchtbar machen,
sich in Fluten verwandeln, die Leben und Heimat vernichten.
Wir bitten dich heute:
Sei bei den Menschen in den Überschwemmungsgebieten.
Nimm die Verstorbenen in Gnaden auf.
Tröste die Angehörigen.
Steh denen bei, deren Wohnungen zerstört wurden,
die alles verloren haben,
die traumatisiert sind.
Stärke alle, die helfen.
Und hilf uns zu helfen und zu trösten.
Amen.
 
  

Prof. Dr. Jochen Cornelius-Bundschuh

Landesbischof im Ruhestand

Jochen Cornelius-Bundschuh wurde am 19.07.2013 zum Nachfolger von Landesbischof Fischer gewählt. Sein Amt trat er am 1. Juni 2014 an. Von Oktober 2009 bis Mai 2014 war er Leiter der Abteilung Theologische Ausbildung und Prüfungsamt.

Davor war er im Predigerseminar Hofgeismar verantwortlich für die Theologische Aus- und Fortbildung der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck.

Seit dem 31.03.2022 ist Jochen Cornelius-Bundschuh im Ruhestand. 

Zur Person:
geb. 30. Juli 1957, verheiratet, drei Kinder

Studium in Göttingen, Tübingen und Edinburgh, Teilnahme am Halbjahresseminar der Gossner Mission für den kirchlichen Dienst in der Industriegesellschaft in Mainz, 1988 Promotion zu "Liturgik zwischen Tradition und Erneuerung. Probleme protestantischen Liturgiewissenschaft in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts dargestellt am Werk von Paul Graff", Hochschulassistent im Fach Praktische Theologie an der Georg-August-Universität Göttingen, 1995-2001 Pfarrer der evangelischen Kirchengemeinde Fuldabrück, 2000 Habilitation mit der Schrift „Kirche des Wortes - Homiletisch interessierte Beiträge zu Predigt und Gemeinde“, Privatdozent in Göttingen, 2001-2009 Direktor des Predigerseminars in Hofgeismar, 2008-2009 apl. Professor an der Theologischen Fakultät in Göttingen, seit 2010 in Heidelberg, seit 1.10.2009 Leiter der Abteilung Theologische Ausbildung und Prüfungsamt im Evangelischen Oberkirchenrat der Evangelischen Landeskirche in Baden. Seit dem 1. Juni 2014 Landesbischof der Evangelischen Landeskirche in Baden.

Mitglied der Jury des Gottesdienstpreises der Stiftung zur Förderung des Gottesdienstes, der Wissenschaftlichen Gesellschaft für Theologie, der Gesellschaft für Evangelische Theologie, Vorsitzender des Beirats der ‚Adam-von-Trott‘ Stiftung Imshausen